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Paris im August 2011

Ferienkoma in Paris und schicke Touristen
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Endlich Sommer, die Ferien bei uns sind ja schließlich vorbei und unser Pool konnte an ganzen zwei Tagen genutzt werden, wobei er an einem davon leergelaufen ist. Während ganz Paris von Urlaub träumt, macht sich ein einsamer Berater auf den Weg dorthin. Auf dieser Bahnstrecke erfolgen die Ansagen traditionsgemäß dreisprachig. Neben Englisch und Französisch eben auch in Deutsch. Beispiel? Wir haben die saarländische Weltmetropole soeben verlassen: „Meine Damen und Herren, in wenigen Minuten landen (!) wir in Forbach. Dort haben Sie Anschluss, Moment, um acht fünfundvierzig. Bitte vergessen Sie den Zug nicht, wenn Sie aussteigen.“ Der wird ewig in Erinnerung bleiben, keine Sorge, meine Dame. An dem Haltepunkt scheint es derweil nur eine Verbindung zu geben. Immer wieder berichten die Nachrichten, die Bahn hätte Probleme mit den Klimaanlagen. Dieser Zug definitiv nicht. Er hat erst gar keine. Wir schmoren in unserem Saft. Zum traditionellen Frühstück ist der Kaffee ausgegangen, was einige Passagiere aufbegehren lässt. Der arme Mann mit dem fahrbaren Saftladen (kennt man ja von den Fliegern her) rennt zum Speisewagen und organisiert, was immer möglich ist. Auch mir stellt er einen Becher mit dunklem Gebräu hin, dabei habe ich keinen bestellt. Ich nippe daran und weiß warum. Deutsches Kaffeesurrogat in der Bahn ist nicht wirklich ein positives Geschmackserlebnis. Aber der gute Mann hat sich Mühe gemacht und so tue ich so, als würde das Zeug schmecken. Und die Stadt meiner Liebe hat pünktlich zum 1. August den Schalter umgelegt. Es herrschen 30 Grad, die Sonne scheint, und vertreibt die letzten Wolkenfetzen. Der Kampf dauert genau zwei Tage, dann regnet es erneut, aber es ist warm. 27 Grad und Nieselregen erinnern an Asien in der Monsumzeit. Paris ist heiß. Richtig heiß. Nicht nur die jungen Damen fühlen es, wenn sie ihr Nichts von Designerklamotten herumtragen. Das gesamte Kollegium kommt mit kurzen Armen und ohne Krawatte. „Hast du es nicht gehört? Die Klimaanlage ist ausgefallen und wird nicht vor Ende der Woche repariert.“ Ach nee. Wie sollte ich? Da sitze ich nun mit einem langen T-Shirt, einem warmen Thermohemd und einer Anzugsweste genau dort, wo vorige Woche noch der eiskalte Strom aus dem Gebläse ein Telefonieren nahezu unmöglich gemacht hatte. Es dauert nicht lange und ich entledige mich erst meiner Weste, dann auf der Toilette meines T-Shirts. Ach ja, ein Tipp am Rande: Wenn Ihr Euch in einer Toilettenkabine umzieht, macht den Klodeckel vorher zu. Die Straßen sind hell und warm und mich halten keine zehn Pferde im Verwaltungsgebäude. Obwohl beinahe jeder zweiter Pariser um diese Zeit die Stadt verlässt und in den Bergen oder an der See Erholung sucht, sind es nicht weniger Einwohner. Zahlreiche Geschäfte haben geschlossen: Fermé anuelle,  août 1 à 27. Die Stahlläden sind heruntergelassen, verriegelt und verrammelt. Zuerst dachte ich, Paris bereitet sich auf den Sturm einer Revolution vor. Aber das ist nur der alljährliche Wahnsinn. Jeder, der kann, flüchtet aus der urbanen Gegend in ländliches Idyll. Friseur, Bistro, Blumenladen, Elektrohandel und sogar einige Souvenirgeschäfte, die während des Eises und des Schnees ausgeharrt hatten, verpassen den Umsatzhöhepunkt des Jahres. Da sie das aus alter Tradition heraus machen, haben sie es wohl nie mitbekommen. Naja. Betriebswirtschaft auf Französisch. Eine Ausnahme gibt es: Auf einem Schild steht zu lesen: Wir machen den Jahresurlaub vom 30. Juli bis 9. September. In dringenden Notfällen rufen Sie bitte: 01 1234 usw. Klasse. Es ist ein Geschäft für ... Brautmoden! Volià. Wer bleiben muss, weil zum Beispiel die zugereisten Exoten doch gerne Geld zum Essen ausgeben oder weil die Metro fahren muss oder einfach nur, weil er es sich nicht leisten kann, abzuhauen, ist stinkig und mies drauf. Aber das fällt kaum auf, der typische Stadtbewohner ist immer stinkig und mies drauf. Vor allem in den Geschäften. Meist ist es der Kunde, der stört. Sogar in der Galerie Lafayette, dem bekanntesten und sicher größten der Einkaufshäuser, sitzen die Verkäufer hinter ihren Verkaufstresen mit schweineteueren Lederwaren (Geldbeutel 300 Euro) und lesen in Romanen. Echt wahr, Sie verstecken sie heimtückisch unter Computerausdrucken, und fahren manchmal mit dem Kugelschreiber durch bunte Taschenbücher. Ich hab‘s genau gesehen. Im 6. Stock löst einer an der Kasse ein Sudoku. Offenbar sind MP3 Player beim Personal während der Geschäftszeiten verboten. Zwischen Badelatschentragenden Kurzhosenleute mache ich mich im Businessdress über Boulevard und Avenue, um Brötchen zu verdienen und nicht, um sie zu kaufen. Es ist erstaunlich, wie schlampig sich unsere Landsleute im Ausland kleiden. Bei Kindern geht das natürlich durch, aber bei Männern im gesetzten Alter: unmöglich. So reihen sie sich in eine bestimmte untere Kaste ein. Mein Gott, kann man in einer Hauptstadt nicht in Jeans flanieren? Es muss ja nicht gleich Anzug oder gar Krawatte sein, das ist fehl am Platz! Aber müssen es kurze knallbunte knielange Bermudas sein, unter denen die käseweißen Beine herausstechen und barfuß in billigen Plastikschlappen enden? Mann, so laufe ich nicht mal zu Hause rum, also nicht oft, ich meine manchmal, also gut: Daheim ist das ja in Ordnung. Und wenn nicht mit nackten Füßen, dann in weißen Socken und Sandalen. Bah! Da sind sogar die Clochards besser angezogen! Auch so manche Touristentante meint, mit kurzem Röckchen und dünnem T-Shirt wäre sie standesgemäß gekleidet. Die wahren Gäste erkennt man an der Kleidung. Noch einmal: Hier muss es nicht overdresst sein. Aber das hier ist schlicht eine Blamage für unser Land. Die Sonne ist unbeeindruckt, sie scheint für jeden. Auch für die niedere Kaste der Großstadtbummler. Sie sticht und die Häuserschluchten bieten auf genau einer Straßenseite Schatten. Abends ist es auf der anderen Seite. Das ist sehr praktisch. Ich vermeide stets den Strom der Sonnenanbeter und eine krumme Wirbelsäule. Die Trottoirs sind nicht wirklich eben, sondern holprig und fallen zur Straße hin manchmal recht steil ab. Die Metropole an der Seine war noch vor wenigen Jahren auch das Zentrum der käuflichen Liebe. Jene Vertreterinnen dieses Gewerbes erkannte man sicher daran, dass sie vor einem der zahlreichen Lokale und Bars am Bordstein rauchend auf Kundschaft warteten. Das hat sich mittlerweile drastisch geändert. Mein Tipp: Sprecht niemals eine Person an, die vor einer Bar raucht, auch wenn sie aufreizend kostümiert ist und es vom Himmel sifft, was nur geht. Dank des rigorosen Tabakverbots besteht durchaus die Gefahr, das es sich zumeist um normale Gäste handelt. Könnte schief gehen. Und wenn im Gegenzug euch jemand anspricht, 200 Euros sollten rausspringen. In der Tat berichtete ein Fernsehsender jüngst, dass das Honorar für Liebesdienste wohl aufgrund illegaler russischer und osteuropäischer Marktöffnung dramatische Tiefstände angenommen habe. Wo früher 150 drin gewesen wären, würden preisbewusste Konsumenten den Service auf unter 50 runterhandeln. Stolz meinen einige der Damen, dass 200 Euro auch für eine Qualität bürge, welche der schmuddelige Mitbewerb mitnichten bieten könne. Was den Unterschied ausmacht, bleibt im Dunkeln. (Leider habe ich den entsprechenden Beitrag nicht gesehen, er soll im TV gelaufen sein und die Kollegen unterhalten sich darüber). Auf dem Weg zum Hotel komme ich schon seit geraumer Zeit an einem Schaufenster vorbei, das „1001 Lists“ verspricht. Heute habe ich mal etwas Zeit und studiere das Angebot. Das, was im Fenster steht, kann man nicht kaufen, es dient nur dekorativen Zwecken. Hä? Aufgebaut ist eine wunderschöne Tafel mit edlem Porzellan, weißen Blumen, auf dem Boden ein Fernseher und daneben ein Urlaubskoffer mit zwei unleserlichen Tickets. Was zum Henker verbirgt sich dahinter? Ein Verkäufer sieht mein Interesse und sofort ist seines geweckt. Er spricht mich an. Ich verstehe selbstverständlich kein Französisch, so versucht er es in Englisch und ich verrate mich. Nun ja. Ich habe Zeit, er hat keine Kunden, also warum nicht? Nebenan ist ein Café und so genießen wir einen Espresso im Stehen, während um uns die Welt weggespült wird, diesmal mit Blitz und Donner. Dieses Haus organisiert Wunschlisten. Das ist ja an und für sich nichts neues, jedes einigermaßen komplett sortierte Warenhaus bietet dem Brautpaar so etwas und auch die Internetshops verbuchen auf ihren „Merklisten“ mehr als im Bestelleingang. Da ich das US-amerikanische Rechnungslegungsrecht der Bilanz nun recht gut kenne, weiß ich, wie wichtig diese Listen sind. Ihre Beträge werden nämlich bereits prozentual als „Deferred Income“ bezeichnet, was so viel heißt wie: „Das Geld kriegen wir doch sowieso, also können wir es gleich als Umsatz buchen.“ Leider kein Bilanzbetrug in den USA sondern gängige Praxis. In Deutschland und der EU undenkbar. Aber ich sage ja immer, dass die Amis einen rennen ... Nun bin ich etwas abgeschweift, sorry. Kommen wir zu den Karstadtlisten zurück. Die funktionieren so, dass das sich demnächst vermählende Paar eine Liste ausfüllt und jeder, der gefälligst Geschenke bereitzustellen hat, muss dorthin pilgern und sich das nehmen, was übrig bleibt. Selbstverständlich aus dem Sortiment des Kaufhauses. Hier ist es ähnlich, und doch anders. Das Brautpaar gibt die Liste ab und nennt die Opfer, die dafür verantwortlich gemacht werden, dass der Krimskrams auch beigeschafft wird. Mit genau diesen hilflosen Menschen setzt sich der Agent zusammen und beratschlagt, was denn nun optimal passen würde. Von der Qualität bis zum Preis. Das Paar möchte ein Silberbesteck für 17.500 Euro? Vielleicht tut es ja auch eines für 57,43 €? Der auf diese Weise Erpresste muss nicht kaufen, sondern das tut der Agent. Der edle Spender muss nur bezahlen. Das erledigt Jean-Marie, der Agent findet das Passende, versieht es mit einer hübschen Geschenkkarte, wickelt es professionell in grellbuntes Papier, gerne mit Sonderschleife, was mit bis zu 250 Euro pro Einpackdienst (also pro Kiste!) zu Buche schlagen kann. Außerdem sucht Jean-Luc stets das preiswerteste Angebot aus. Das ist sein Versprechen. Entdeckt man es woanders günstiger, erstattet Jean-Pierre den Differenzbetrag. Ich überlege, zum Weihnachten mit den Wunschzetteln meiner Kinder ein Schnäppchen zu machen. Ich bestellte. Jean-Claude organisiert, meine Verwandtschaft und die Freunde bluten und anschließend forschen wir nach und verdienen noch zusätzlich ein nettes Sümmchen. Doch die Idee ist sicher eine andere: Will das Paar also einen Mercedes, kriegt es vielleicht einen Smart (gehört ja auch zu Daimler), nett verpackt und rechtzeitig in trendigen Farben, aber vom Billigsten auf der ganzen Welt. Notfalls ein indischer Re- Import, warum nicht? Das wäre eine Geschäftsidee für die deutschen Lande. Geburtstage, Konfirmationen, Hochzeiten und Kommunion, Scheidungen und Beerdigungen wären für die Zwangsgemeinschaft billiger, bequemer und man hätte stets die Ausrede: „Ja, Kind, wenn ich das gekauft hätte, aber so.“ Ich gratuliere und Jean-Jacques freut sich, erneut jemandem einen von seinem Konzept überzeugt zu haben. Ich biete an, den Kaffee zu bezahlen und er wehrt nicht ab. Ich glaube, die Geschäfte laufen doch nicht so wie gedacht. Aber sagt selbst, ist das keine gute Idee? Im Laufe der Zeit habe ich mich an die französische Variation des Kaffees gewöhnt. Bei uns heißt die Brühe Espresso und kostet in deutschen Lokalitäten oft mehr als eine normale Tasse, was logisch ist, ist ja auch weniger drin. Wer in Frankreich einen Kaffee bestellt, erhält einen deutschen Espresso und wer einen Espresso will, bekommt einen Café Italiénne, der ist noch stärker und schmeckt mir nun gar nicht. Komisch, in Rom war er ein Geschmackerlebnis, hier ist er nur bitter. Inzwischen liebe ich das Aroma so sehr, dass ich nur noch diese Variante mag. Erstaunlich ist das Preisgefüge. Einen Café an der Bar im Stehen kommt so um 1 Euro 20 Cent (übrigens, die Franzosen nennen es immer noch Centimes!). Setzt man sich und lässt sich das Gewünschte bringen, schlagen stolze 3 bis 5 Euro zu Buche. An der Theke nehmen und Hinsetzen geht gar nicht. Man wird freundlich darauf hingewiesen. Nach dem Essen fragt der Kellner: „Café?“, und man bekommt einen, wenn man nur mit dem Augenlid zuckt. Da hilft nur vehementes Ablehnen. Am besten springt man auf und droht mit lebensgefährlichen Allergien gegen die Kaffeebohnen und damit, dass das Restaurant das Krankenhaus und die anschließende Reha finanzieren müsse, weil man sich leider gezwungen sieht, in New York zu klagen und zwar dort, wo sie auch DSK (Dominik Strauß-Kahn) verhaftet haben. Wenn man Pech hat, ist der Ober Anhänger von Sarkozy und lässt es darauf ankommen. Aber was soll es? Ich wackle gerne mal mit den Lidern. Kostet aber dann einiges mehr! Serviert wird er in winzigen, bunten Mokkatässchen. Ähnliche Exemplare gibt es im Puppenkaufhaus, von dem ich früher berichtet habe. Dekoriert wird das Arrangement, oftmals von kunstvoll zusammengehäufeltem Zucker. Solche Kleinode der „sucrerie“ bilden sich bei uns Hause nur, wenn wir einem feuchten Löffel in das körnige Pulver tunken. In einer Bar an einer Ecke des „Boulevard des Italiènnes“ stehen wir oft an einer Theke und einmal habe ich gezählt. Der Barista bereitete 22 Cafés für die Theke und gut noch mal so viel für die Tische. Unglaublich. In nur zehn Minuten! Ich denke nicht, dass deutsche Automaten dieses Tempo mithalten können. Hier indes läuft es direkt eine Tasse nach der anderen. Wie schnell der Mann am Ausschank wirklich ist, erlebe ich an einem Mittwoch Nachmittag. Ein Bus hält, gute fünfzig Asiaten springen raus und erobern die Stühle in geübter Weise. Die Zwerge arbeiten erstaunlich zielstrebig. Die Ersten aus dem Bus nehmen die letzten Plätze und so füllt sich das Trottoir blitzschnell von hinten, ohne dass jemand aufstehen muss. In wenigen Sekunden sieht es auf wie an einer Straßenecke in Hanoi! Es dauert nicht mal 5 Minuten, bis alle abgefrühstückt sind. Aus der Maschine kommen teilweise 6 Tassen Espresso gleichzeitig. Wau! Es geschah an jenem Tag im August, als man mir den Café in einem Pappbecher servierte, weil das Zwergenservice ausgegangen war. Macht nix. Schmeckt genauso gut, man darf nur kein Stück Papier abbeißen. Gleich zu Beginn hatte ich ein meines Aufenthaltes schilderte ich ein Erlebnis in einem Postamt und dem Verkaufsautomaten. Wie ich inzwischen erfahren durfte, wurde die Software verbessert. Es gibt nun nur noch Frankreich und Europa. Der Rest verschmilzt zu einem Einheitsbrei in Dunkelblau: Asien (mit Australien) Afrika und die USA sowie der gesamte Rest. Das war möglich, weil Briefe in diese Hemisphären schon immer dasselbe gekostet haben. Eine ländertypische Unterscheidung war von Anfang an hinfällig. Nun macht es keinen Spaß mehr, Postkarten nach Belgien zu schicken. Außerdem bieten die Damen hinter dem Tresen wieder fleißig ihren Service an. Das ist der Unterschied zwischen teutonischen Unternehmen und denen aus Gallien. Unsere hätten erst die Leute rausgeschmissen, dann die Automaten aufgestellt und es wäre dabei geblieben, ob man die Dinger benutzen kann oder nicht. (Siehe Fahrkartenautomaten an jeder S-Bahn-Station oder auf Bahnhöfen. Das beste Beispiel sind die personenlosen Check-in-Schalter der Lufthansa! Sehr amüsant, wenn unerfahrene Wenigflieger verzweifelt ihrem Koffer hintersehen, während sie den Aufkleber noch in der Hand halten!) In der erstaunlichsten Stadt des Universums sammeln die Servicekräfte die Klagen der Mitmenschen ein, die diese Mistdinger bedienen müssen, und achten so darauf, dass Menschen nicht ersetzt werden. So sollte es bei uns auch sein: So manch bekloppte Automatisierung würde als sinnlos eingestampft werden, bevor sie richtig Geld kostet. In diesem Sinne: Schlaft gut, wo immer ihr seid.